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/ Regulatory Academy: Neues Zuwendungsregime unter MiFID II – existenzielle Bedrohung für traditionelle Vertriebswege – Wege aus der Krise

Hintergrund:

Die BaFin hat im Jahr 2017 das Zuwendungsregime noch einmal massiv verschärft. Wertpapierfirmen soll es zukünftig verboten sein, Zuwendungen (Retrozessionen, Bestandsvergütungen, etc.), welche sie von dritter Seite erhalten, als Gewinn einzubehalten. Vielmehr sollen Zuwendungen in vollem Umfang für die „Qualitätsverbesserung“ verwendet werden.

Dieser radikale Schritt der Aufsichtsbehörde entbehrt einer rechtlichen Grundlage und steht im Widerspruch zum erklärten Willen des Gesetzgebers. Erkennt man die Position der BaFin gleichwohl notgedrungen an, dann stellen sich jedoch zahlreiche seit langem offene Fragen mit neuer Prägnanz, darunter:

  • Lassen sich Zuwendungen durch Transfer Pricing Abreden ersetzen?
  • Welche Vorgaben gelten für Zahlungen an gebundene Vermittler oder freie Vermittler nach § 34f GewO? Lässt sich argumentieren, dass das Qualitätsverbesserungsgebot hier nicht gilt?
  • Gibt es ein Sonderregime für Tippgeber?
  • Welche Nachforschungspflichten treffen den Zahlenden in Bezug auf Qualitätsverbesserungen bei Zahlungsempfänger?
  • Welche besonderen Fragen stellen sich bei der Vermittlung fondsgebundener Lebensversicherungen?
  • Gibt es noch einen zulässigen Anwendungsbereich für Staffelprovisionen?
  • Welche strukturellen Erwägungen helfen, das faktische Zuwendungsverbot zu vermeiden?

Wir würden uns freuen, diese Themen mit Ihnen im Rahmen der nächsten Regulatory Academy diskutieren zu können.

Zielgruppe:

Die Veranstaltung richtet sich an alle mit der Implemetierung von MiFID II betrauten Mitarbeiter (Legal, Compliance, Vertrieb), insbesondere von Banken und anderen Wertpapierdienstleistern.

Referenten

Kontakt

Bei Rückfragen steht Ihnen Elsa Senn telefonisch oder per E-Mail gerne zur Verfügung. TELEFON +49 69 2648 5487 veranstaltungen@allenovery.com